Die Bilanz der Flüchtlingspolitik

Ich habe mich bislang immer darum bemüht, wenigstens halbwegs sachlich zu bleiben. Sicher bemerkte man hier und da einen gewissen Sarkasmus, vielleicht sogar eine Portion Zynismus, doch was sich in den letzten Tagen abgespielt hat, kann nicht einmal mit dem schärfsten Zynismus, mit der doppelbödigsten Ironie oder dem abstoßendsten Sarkasmus wiedergegeben werden.

Die Medien mögen es uns nicht sagen wollen, weil sie Angst vor dem haben, was die Menschen tun würden, wenn sie die Wahrheit erführen. Aber es ist mittlerweile mehr als offensichtlich und die Bürger sind längst nicht mehr so dumm und unmündig, wie die meisten Medienvertreter vielleicht glauben mögen.

Deutschland befindet sich längst in einem Krieg.

Und unser Feind ist bereits mitten unter uns.

Das ist keinesfalls Panikmache oder das Erzeugen von Angst. Die letzten Tage haben mehr als deutlich gezeigt, dass es innerhalb dieses Landes eine scheinbar zunehmende Zahl sich radikalisierender Menschen gibt.

Wir bekommen immer wieder zu hören, dass es nicht an den Flüchtlingen läge, dass dies alles nichts mit dem Islam zu tun habe. Nur das Problem ist, dass man der Kausalität nicht mit plumper Ideologie und Naivität beikommen kann. Die Kausalität lehrt uns, dass jede Wirkung eine Ursache hat. Und es ist mehr als auffällig, dass es erst seit dem Flüchtlingdesaster islamischen Terror in Deutschland gibt. Mir ist es dabei, ehrlich gesagt, vollkommen egal, ob die Täter nun Flüchtlinge sind oder andere Leute. Was all diesen Menschen gemein ist, ist ihr religiöser Hintergrund. Von mir aus können mir Millionen Moslems sagen, dass es in ihrer Religion keinen Krieg und keine Gewalt gibt. Mir reicht ein einziger Moslem aus, um zu sagen, dass ich mit dieser Religion, wenn sie auch nur den Hauch eines Ansatzes von Gewalt bietet, nichts zu tun haben will! Mit der gleichen Argumentation wende ich mich auch gegen das Christentum. Jede Religion, die den Frieden in irgendeiner Weise stört, fällt, meiner Ansicht nach, aus dem Schutz der Religionsfreiheit heraus. Denn wieso sollte man etwas bereitwillig schützen, dass andere Menschen vernichten will? Wieso will man Religionen schützen, die alle anderen Nicht-Gläubigen als Ungläubige oder als wertlose Menschen bezeichnen?

In aller letzter Konsequenz, und deswegen auch die Überschrift, sind dies aber alles Probleme, mit denen wir uns nicht zu beschäftigen bräuchten, wenn diese nutzlose Regierung einmal einen vernünftigen Schritt getan hätte. Doch stattdessen öffnet eine einzige Kanzlerin, einer absolutistischen Königin gleich, die Grenzen und begründet diese Missachtung geltender Gesetze mit einer humanitären Notlage. Aber das Abschlachten unschuldiger Zivilisten durch Drohnen, die von Deutschland aus gesteuert werden, stellt also keine humanitäre Notlage dar? Oder der Umstand, dass Kinder unsere Kleidung irgendwo in Südostasien herstellen müssen unter menschenunwürdigen Bedingungen, stellt auch keine humanitäre Notlage dar? Oder das ein irrer Diktator in Nordkorea seine eigene Bevölkerung unterdrückt, sie verhungern lässt, nur um seine Kriegspläne durchsetzen zu können, ist auch keiner Beachtung wert?

Ich kann nur sagen, dass es etwas spät ist, um auf humanitäre Katastrophen zu reagieren.

Statt eine klare Linie zu zeichnen, wie es ein hochrangiger Politiker tun sollte, speist man die Menschen einfach mit einem „Wir schaffen das!“ ab. Eine noch hohlere Phrase, die glatt einem billigen Glückskekse hätte entsprungen sein können, konnten sich die Marionettenspieler wohl nicht einfallen lassen, oder?

Dazu kommt eine ganze Generation von ideologisierten und vollkommen naiven, meist eher jugendlichen, Menschen hinzu, die diesen vollkommen schwachsinnigen und unvernünftigen Kurs noch unterstützen. Das sind jene Menschen, die ein iPhone besitzen und dabei glatt vergessen, dass dieses Gerät unter ebenso unwürdigen Bedingungen gefertigt wird und diese Notlage ist diesen Menschen, die sich ja so für die Flüchtlinge einsetzen, keiner Erwähnung würdig.

Die abstoßende und überaus zynische Logik dahinter ist, dass man die Kinder, die die iPhones bauen, ja nicht ständig sehen muss. Denn die werden in marode Fabriken gesteckt und von einer repressiven Regierung unter Kontrolle gehalten. Die Flüchtlinge aber haben sich bereits auf den Weg gemacht und stehen an den Grenzen, die können wir nicht abweisen, denn wir könnten mit den schrecklichen Bildern ja nicht leben. Aber tote Mädchen unter den Trümmern einer Fabrik in Bangladesch, in der Kleidung produziert wird für einen billigen Discounter in Deutschland, können wir ertragen, kommt ja nicht so oft vor, was?

Was ist also die Bilanz der bisherigen Flüchtlingspolitik?

Chaos, mehrere Tote und Verletzte, die verzweifelten Versuche einer scheinbar fremdbestimmten Presse das Volk irgendwie unter Kontrolle zu halten, eine steigende Wut, ein zunehmender Hass und zumindest eine erhöhte Skepsis gegenüber Ausländern und vor allem eine Zunahme des Zynismus, der angewandten Euphemismen, um ja nicht den Anschein dessen zu erwecken, was gerade wirklich um uns herum geschieht, eine lächerliche Beschwichtigungstaktik, die die Menschen allmählich durchschauen oder wie die ideologisierten Linken sagen würden: Ein buntes Deutschland.

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Die Bilanz der Flüchtlingspolitik

Nizza und der Putsch – Oder: Hört auf zu jammern und tut endlich was!

Das war mal ein turbulenter Abschluss einer Arbeitswoche: Erst rast ein Irrer in einem Laster in eine Menschenmenge, weil er den französischen Nationalfeiertag wohl nicht ganz so toll findet und dann probt das türkische Militär auch noch einen Putsch gegen den kleinen Erdogan.

An dieser Stelle erspare ich mir alle Mitleidsbekundungen und ich werde auch nicht mein Profilbild bei Facebook ändern, weil es sowieso nichts mehr bringt. Immer, wenn es solch einen terroristischen Angriff gibt, jammern alle wieder rum, Politiker heucheln Mitleid, obwohl es ihnen sicher vollkommen egal ist, aber niemand zieht die dringend notwendigen Konsequenzen aus dem Terror.

Die europäischen Länder waren lange Zeit mehr oder weniger verschont gewesen vom internationalen Terror, aber wir hatten allein in der letzten Zeit während der Flüchtlingskrise mehrere Anschläge, meist in Frankreich, aber auch in Belgien, sogar einen Versuch eines Anschlages in Deutschland. So langsam müsste doch auch dem letzten Trottel aufgefallen sein, dass es so nicht weitergehen kann, oder!?

Stattdessen hört man im Fernsehen die Kommentare irgendwelcher betroffen dreinschauender Moderatoren oder Korrespondenten, die uns sagen wollen, wir müssten uns an diese neue Gefahr gewöhnen, sie gehöre jetzt zu unserem Leben.

Dazu kann ich nur sagen: Nein, das tut sie nicht!

Und was ja noch viel alberner zu sein scheint, ist immer wieder diese Floskel, die fast einem Reflex gleichkommt, dass all dies nichts mit Religion oder dem Islam speziell zu tun habe. Ich kann dazu nur sagen, dass es so etwas wie Kausalität gibt. Die kann man versuchen zu ignorieren, aber das wird sie nicht davon abhalten, weiterhin ihres Amtes zu walten. Es wird also Zeit, dass man jetzt endlich ganz deutlich sagt: Ja, es gibt Fanatiker und Extremisten im Islam und ja, dieser Extremismus ist ein Problem jeder Religion, aber leider muss man auch feststellen, dass der Islam in letzter Zeit überdurchschnittlich oft mit diesem Problem in den Schlagzeilen landet.

Wenn dann jemand meint, es gibt ja eine Religionsfreiheit und jeder Mensch habe das Recht seine Religion auszuleben, dann kann ich nur sagen, dass das stimmt, durchaus, aber die Religionsfreiheit hat zwei Seiten: Einerseits kann jeder die Religion ausüben, die er für richtig hält, aber andererseits hat er deswegen nicht das Recht, andere Menschen mit seiner Religion oder mit Inhalten seiner Religion in welcher Form auch immer zu belästigen oder zu bedrohen. Und ich als Mensch, der nicht sonderlich viel für Religion übrig hat, fühle mich in zunehmendem Maße belästigt!

Das beziehe ich nicht nur auf den Terror, auch solche sinnlosen Diskussionen, ob man in den Schulen und Kindergärten denn noch Schweinefleisch anbieten könne oder ob irgendein Schüler einer Lehrerin die Hand nicht schütteln will, halte ich für absolut lächerlich und es wird, das zeigen diese Beispiele ganz deutlich, endlich Zeit, dass man den Menschen, die solche Diskussionen auslösen, sagt, dass wir in einem Land oder auf einem Kontinent leben, auf dem Religion und staatliche Angelegenheiten getrennt sind.

Ich weiß, dass sich Araber häufig über ihren Glauben definieren. Sie sehen sich halt nicht als Syrer, sondern eher als Schiit oder Alewit. Aber sie müssen eben einfach begreifen, dass das, wenn sie in Europa leben wollen, so nicht mehr funktioniert. Einige dieser Menschen haben das auch begriffen, und einige dieser Menschen schätzen das sogar sehr an Europa, weil sie eben auch nicht sonderlich viel vom Glauben halten, weil sie erkannt haben, dass der Glaube in vielen Fällen zu Streit und Trennung führt.

Es ist deswegen auch nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen Skepsis, teilweise sogar Hass gegen den Islam hegen und sie haben allen Grund dazu, denn wieso sollten sie etwas tolerieren oder gar akzeptieren, dass sie als einen Ungläubigen und potenziellen Feind betrachtet? Dass man von der katholischen Kirchenseite her schon als Ungläubiger gilt, kann man verschmerzen, weil man deswegen von keinem Katholiken in die Luft gesprengt oder mit einem Laster überfahren wird.

Ich will hier nicht falsch verstanden werden. Wir sollten eine Sache aus dem sogenannten Krieg gegen den Terror gelernt haben. Mit konventionellen Mitteln kommen wir gegen Terroristen nicht an. Man kann nicht eine Armee ins Feld führen, wenn man nicht mal weiß, auf wen man eigentlich schießen soll. Die einzige Möglichkeit, diesen Wahnsinn zu beenden, ist, das Geld dieser Irren endlich zu konfiszieren. Es kann mir kein Mensch erzählen, dass niemand bemerkt, wenn ein paar Personen mehrere Maschinengewehre und Sprengstoff kaufen. Und es kann mir auch kein Mensch erzählen, dass die Regierungen dieser Welt nicht wüssten, wie man den Schwarzmarkt für Waffengeschäfte endlich beseitigen könnte. Das ist die Grundlage, aber wir müssen auch die Menschen, die zu uns kommen (wollen), darüber belehren, dass hier andere Regeln gelten. Hier schüttelt man einer Frau auch die Hand, weil Mann und Frau gleichgestellt sind. Und hier will man keine Homosexuellen abschlachten, weil sie einfach toleriert werden.

Ich würde es einfach so betrachten, dass diese Kompromisse schlichtweg der Preis sind, wenn man hier leben will. Wenn ich nach Asien auswandern würde, kann ich von den dort lebenden Menschen doch auch nicht verlangen, dass sie mehr wie ich sein sollen. Ganz im Gegenteil, habe ich die Pflicht, mich den Gepflogenheiten ihrer Kultur anzupassen und diese schlichtweg als gegeben hinzunehmen.

Und nun noch ein paar Worte zu dem Putsch(-versuch, denn noch ist nicht ganz klar, ob er wirklich abgewendet worden ist). Es gibt jetzt schon Stimmen im Internet, die behaupten, dass dieser Putsch gewollt war, damit Erdogan weitere Gesetze durchdrücken kann. Dieses Vorgehen wird teilweise mit dem Brand des Reichstages verglichen.

In jedem Fall kann man aber sagen, dass Putschversuche in der Türkei nicht unbedingt etwas Außergewöhnliches sind. Es gab immer wieder seitens des Militärs solche Versuche, meist dann, wenn das Militär die Integrität des Staates gefährdet sah. Aber es mag wohl auch sehr aufschlussreich sein, dass es sich bei den Putschisten um eine vergleichsweise kleine Gruppe des Militärs handelt, aber was dieser Putsch bringen wird, muss sich erst noch zeigen.

Mein erster Gedanke war, dass durch den Putsch Erdogan beseitigt, eine Militärdiktatur eingesetzt werden sollte und diese würde sich dann gegen Russland wenden. Denn die Türkei ist Mitglied in der NATO und wenn ein NATO-Mitglied angegriffen wird, tritt der Bündnisfall ein und alle anderen Mitglieder werden ebenfalls in den Krieg gezogen. Erdogan war ja in letzter Zeit eher auf einem versöhnlichen Kurs mit Russland, er hat sich sogar bei Putin entschuldigt für den Abschuss des Kampfjets, hieß es.

Ob das wirklich so ist, wird wohl nur der Anführer des Putsches wissen …

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Nizza und der Putsch – Oder: Hört auf zu jammern und tut endlich was!

Die wirkliche Gefahr einer Wirtschaftskrise

Wenn man sich den groben Verlauf der Wirtschaftsgeschichte ansieht, hier sei vor allem die Zeit erwähnt, in der es kapitalistische Wirtschaftssysteme gab, dann kann man eine Sache wunderbar beobachten, die aber zugleich die eigentlich größte Besorgnis hervorrufen müsste. Doch zuerst die gute Nachricht: Interessanterweise ist ein kapitalistisches System zu keiner Zeit wirklich untergegangen. Egal, wie schwierig die wirtschaftliche Situation auch war, am Ende haben sich kapitalistische Systeme immer durchsetzen können.

Warum ich von ‚kapitalistischen Systemen‘ spreche, sollte ich vielleicht noch kurz erklären. Entgegen der öffentlichen Meinung gibt es DEN Kapitalismus per se nicht. In den Schulen erzählt man zwar immer, dass Kapitalismus im Grunde der Handel mit monetären Mitteln sei und nicht mehr mit Gütern. Andernorts sagt man vielleicht, dass Kapitalismus im Grunde die Einführung der Arbeitsteilung sei.

Nun muss man aber wissen, dass schon die antiken Römer die Arbeitsteilung kannten. Und auch die antiken Chinesen kannten monetäre Wirtschaftssysteme. Trotzdem hatten beide Reiche, zumindest ist das die allgemeine Meinung, keine kapitalistischen Systeme.

Auch muss man wissen, dass Kapitalismus nicht dasselbe ist wie Marktwirtschaft, denn auch Märkte gab es lange bevor man von Kapitalismus sprach. Im antiken Griechenland beispielsweise handelten Händler bereits auf Märkten mit den heute vertrauten Mechanismen des Marktes – Angebot und Nachfrage. Damit einhergehend wird auch ein weiteres beliebtes Beispiel entkräftet: Kapitalismus sei dann erreicht, wenn einzelne Menschen über den Eigenbedarf hinaus Güter produzieren. Wenn man es ganz genau nimmt, ist dieses Argument vollkommen paradox, denn wenn die Menschen schon immer Handel betrieben haben, dann mussten sie automatisch mehr produzieren, denn kein Mensch käme auf die Idee, mit Gütern zu handeln, die er selber noch dringend braucht.

Aus meiner persönlichen Sicht, und diese kann man sicher auch kritisieren, zeichnet sich der Kapitalismus vor allem dadurch aus, dass es private Anleger gibt. Vor dem Kapitalismus waren es immer Handwerker oder Bauern, die ihre eigenen Geschäfte betrieben haben – im Grunde waren diese Menschen selbstständige Unternehmer. Im Kapitalismus aber gab es „plötzlich“ reiche Menschen, die in diese Bauern und Handwerker investieren konnten. Dadurch machten diese Anleger oder Investoren Geld, ohne selbst etwas produzieren zu müssen – sie ließen die Leute einfach für sich arbeiten. Gleichzeitig aber, daher rührt auch der Begriff des Investors, setzten sie ihr Geld für die Steigerung der Produktionseffizienz ein. Natürlich haben sich Bauern und Handwerker auch vorher Werkzeuge gekauft, aber durch die hohen Summen, die Investoren in das Geschäft einbringen konnten, wurde die Effizienz der Betriebe sprunghaft erhöht. Damit einher geht natürlich auch die Entwicklung weg von der Selbstständigkeit hin zu einer Lohnarbeit, wie wir sie heute kennen. Das heißt, der einzelne Arbeiter erwirtschaftet nicht mehr Güter für seinen Eigenbedarf oder für den Verkauf, er stellt seine Arbeitskraft einem Investoren zur Verfügung und dieser entlohnt ihn für den Einsatz.

Bei all den Vorteilen die dieses Vorgehen auch bot, musste man immer bedenken, dass es in der Geschichte immer wieder zu tiefgreifenden Krisen kam.

Diese Krisen funktionierten oft nach einem ähnlichen Prinzip: Es wurde ein neuer Industriezweig erschlossen oder zumindest extrem stark gefördert, gleichzeitig stieg aber nicht immer die Nachfrage nach den Produkten, die dieser Industriezweig anbot, zwangsläufig musste dann der Absatz der Güter einbrechen und die Investoren machten enorme Verluste, die wiederum dazu führen konnten, dass der extrem ausgebaute Industriezweig in sich zusammenbrach.

Gerade in unserer modernen Zeit, spätestens seit der Einführung der modernen Börsen, wie wir sie heute kennen, baute sich eine Parallelwirtschaft auf. Plötzlich gab es eine Realwirtschaft, die reale Güter produzierte und daneben baute sich eine Finanzwirtschaft auf, die eigentlich keine realen Güter produzierte, dafür aber enorme Summen von Geld in das realwirtschaftliche System pumpen sollte.

Man könnte jetzt meinen, dass das eigentlich nicht schlimm sein sollte. Mit dem zusätzlichen Geld könnte man die Effizienz der Produktion ja noch weiter steigern. Allerdings geschieht eben sehr oft genau dann die Krise, weil man zwar mehr produziert, aber es gibt keine Käufer mehr für die mehr produzierten Güter.

Aber all diese Sachen dienen eigentlich nur einer kurzen Erklärung des Wirtschaftssystems, denn worauf ich eigentlich hinaus möchte, ist die Folge, die über den Verlust des Arbeitsplatzes und den Verlust von Geld hinausgeht.

Es gibt mittlerweile dank der Soziologie eine Vielzahl von Studien, die sehr gut belegen können, was eigentlich passiert, wenn eine ganze Gesellschaft oder Nation auf eine Massenarbeitslosigkeit hin driftet. Dann haben wir meist einen Anstieg von Kriminalität zu verzeichnen, außerdem entwickeln sich dann radikale Tendenzen und genau diese Tendenzen sind es, auf die ich hier besonders aufmerksam machen möchte.

Das Paradebeispiel sei hier Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg.

Die Weimarer Republik hatte während ihrer Zeit mit einigen Problemen zu kämpfen. Das wohl wichtigste Problem war aber die Wirtschaft, vor allem die Arbeitslosigkeit. Statistiken aus der Zeit zeigen, dass es im Jahr 1932 rund 5 Millionen Arbeitslose gab, was für damalige Verhältnisse sehr viel war. Man muss dazu sagen, zwei Jahre davor waren es 2 Millionen weniger Arbeitslose.

Es war also kein Wunder, dass die NSDAP unter Hitler wunderbar Politik damit machen konnte, dass die Arbeitslosigkeit abgeschafft werde. Es mag zynisch erscheinen, aber in diesem Punkt hatte Hitler nicht gelogen. Als er an die Macht kam, wurden riesige Beträge in die Rüstung investiert und diese wiederum schafften neue Arbeitsplätze. Den Rest tat der Krieg dann an sich, denn Soldaten zählen ja nicht als Arbeitslose.

Es ist kein Zufall, dass es zurzeit in Europa einen rasanten Anstieg von nationalen und konservativen oder noch viel radikaleren Bewegungen gibt. Man mag glauben, dass dies mit der Flüchtlingskrise zusammenhänge, aber ich denke, dass die Flüchtlinge letztlich nur der Funke waren, denn das Fass mit dem Schießpulver brauchte und jetzt brennt die Lunte, und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich ähnlich schauderhafte Ereignisse zutragen könnten wie vor rund siebzig Jahren.

Was ich also sagen will: Die Gefahr einer Wirtschaftskrise ist nicht der Zusammenbruch des Wirtschaftssystem, die eigentliche Gefahr besteht im Zusammenbruch oder allmählichen Verschwinden des vorherrschenden politischen Systems. In der Weimarer Republik konnte man es sehr gut beobachten, wie die Demokratie allmählich mit einem autokratischen System ausgetauscht wurde und der wirklich groteske Punkt ist, dass die Menschen nichts dagegen taten.

Ich will aber diesen Menschen keinen Vorwurf machen, denn es ist verständlich. Wenn man mitansehen muss, wie die eigene wirtschaftliche Existenz immer weiter zerbröckelt, dann ist man irgendwann bereit, wenn die Auflösungserscheinungen groß genug sind und es im Grunde nur noch ums blanke Überleben geht, einen so krassen Wechsel von einem demokratischen hin zu einem autokratischen System zu machen.

Wozu Menschen fähig sind, die sich in wirtschaftlicher Not befinden, haben wir doch erst kürzlich in extremer Weise sehen können. Der Antrieb der Flüchtlinge, ein besseres Leben zu haben, war und ist nach wie vor so groß, dass sie zu Fuß durch Europa laufen oder sich in ein Boot setzen und versuchen, das Mittelmeer zu überqueren. Da ist die Wahl eines Mannes, der ein besseres Leben verspricht, noch die wesentlich einfachere Übung.

Ich will diesen Text nicht als einen plumpen Angriff auf alle aufkeimenden nationalen oder konservativen Bewegungen in Europa verstanden wissen. Sehr wohl kann man ihn allerdings als einen Angriff auf alle darüber hinausgehenden radikalen Bewegungen auffassen. Ich hatte es ja schon mehr als einmal angedeutet, dass ich etwa die deutsche AfD nicht als eine große Gefahr betrachte. Nein, ich möchte mit diesem Text warnen und darauf aufmerksam machen, wozu wirtschaftliche Krisen und wirtschaftliche Not einzelner Menschen letztlich führen kann, und für wie dumm man uns verkauft, wenn man meint, man müsse die Krise abwenden. Sicher muss man das tun, aber es ist fast wichtiger, darauf zu achten, dass sich keine radikalen Tendenzen herausbilden und bei dieser Aufgabe haben die Regierungen Europas, wie auch bei der Lösung der seit mehreren Jahren anhaltenden Krise, komplett versagt.

Ich danke für die Aufmerksamkeit!

Die wirkliche Gefahr einer Wirtschaftskrise

Am Abgrund?

Eine Sache möchte ich diesem Text voranstellen: Ja, in erster Linie bin ich Schriftsteller und das heißt, dass ich sehr gerne Szenarien und Welten entwerfe, dass ich sehr gern die Realität verlasse oder zumindest überdehne. Deswegen mag man mir vielleicht manchmal vorwerfen können, dass meine Fantasie etwas übertrieben ist, dass ich mir vielleicht zu viele Gedanken mache, aber seit einiger Zeit beschäftigt mich ein Thema: Krieg.

Ich glaube, seit der Kuba-Krise war die Welt nicht mehr so nah an einer globalen Katastrophe in Form eines Dritten Weltkrieges wie heute. Ständig liest man, dass es wieder neue NATO-Manöver an der russischen Grenze gibt. Man liest, dass irgendwelche amerikanischen Kriegsschiffe so nah an russische Kriegsschiffe heranfahren, dass die Gefahr einer Kollision besteht.

Ich will keine Panik verbreiten, keinesfalls! Möglicherweise irre ich mich auch und all diese Dinge sind Spielereien oder übertriebene Machtdemonstrationen.

Aber zugleich mehren sich auch die Berichte von militärischen Konvois, die natürlich auch durch Deutschland fahren. Sie transportieren schweres Gerät, Panzer, Artillerie und andere Fahrzeuge, die man für eine konventionelle Bodeninvasion gebrauchen kann. Und man muss sich fragen, wieso all dies geschieht?

Meine Antwort ist einfach und extrem provokant: Die Welt wird von Psychopathen regiert, die keine Vorstellung davon haben, wie viel Leid und wie viel Schmerz sie durch ihr eigenes, fehlerhaftes Handeln produzieren.

Ich habe nie selbst einen Krieg miterleben müssen – glücklicherweise muss man sagen – und doch habe ich mich lange genug mit diesem Phänomen beschäftigt, um wissen zu können, dass es kein traumatischeres, kein erschütternderes Erlebnis geben kann für eine menschliche Existenz als einen Krieg. Und wir reden hier ganz sicher nicht von einer kleineren, lokalen Konfliktsituationen.

Immer mehr verdichten sich die Gerüchte, dass es einen Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Russland geben soll. Seit jeher hegen die Amerikaner einen krankhaften Hass gegen die Russen. Lange Zeit wurde dies durch die diametrale Ideologie begründet, man tat so, als würde man die Russen nur hassen, weil sie Kommunisten seien, aber mittlerweile sind die modernen Russen nicht mehr die Kommunisten, die sich an Stalin und Lenin orientieren. Russland ist mittlerweile eine kapitalistische Macht geworden. Genau das lässt für mich nur einen Schluss zu: Die Menschen, die wirklich einen Krieg gegen Russland führen wollen, müssen psychisch krank sein.

Dabei hat die Geschichte gezeigt, dass es bislang keiner einzigen Macht gelungen ist, den russischen Bären zu bezwingen. Hitler kann davon ein Lied singen, Napoleon weiß genau zu berichten, dass seine Truppen den Russen ebenso wenig besiegen konnten.

Doch besonders verheerend ist all dies, weil Europa zum Schlachtfeld gemacht wird. Erneut muss man sagen. Denn schon der Erste und der Zweite Weltkrieg fanden zu einem großen Teil auf dem europäischen Kontinent statt. Ganz zurecht muss man sich die Frage stellen, ob Einstein mit seiner Vermutung richtig liegt, dass der Dritte Weltkrieg sicher noch mit modernen Waffen geführt werden wird, aber bei einem Vierten Weltkrieg werden die Menschen wieder mit Stöcken gegeneinander kämpfen.

Man muss kein Genie sein, um zu wissen, dass es einen nuklearen Krieg geben wird, denn warum sonst horten die Amerikaner und die Russen denn so viele Atomwaffen? Solch ein teueres Arsenal, das zumindest seitens der Amerikaner sogar noch modernisiert werden soll, hält man sich nicht zum Spaß. Im Grunde warten diese Irren – anders kann ich Menschen nicht bezeichnen, die wirklich glauben, man könnte einen Krieg mit nuklearen Mitteln führen – doch nur auf einen möglichen Einsatz ihrer kleinen Spielzeuge.

Doch ich möchte hier nicht als ein egoistischer Feigling verstanden werden. Mir geht es nicht darum, mein eigenes Leben retten zu wollen, sondern mir geht es um den Fortbestand der Menschheit. Ein nuklearer Krieg würde einen gewaltigen Einschnitt verursachen. Es wäre eine Katastrophe, von der sich die Menschheit nicht so schnell erholen würde und die Erholung vom Zweiten Weltkrieg hat schon lange genug gedauert.

Doch die Frage ist doch, was kann man tun?

Die Antwort ist schwer und in vielen Bereich unbefriedigend.

Man sagt uns zwar, dass wir in einer Demokratie leben, aber wie viel Einfluss haben wir denn wirklich auf Entscheidungen unserer Regierung? Hat die Menschen jemand gefragt, ob man amerikanische Atomwaffen auf deutschem Boden stationieren darf? Hat man das Volk gefragt, ob das deutsche Militär an irgendwelchen gefährlichen und hoch provokanten NATO-Übungen teilnehmen soll? Nein. All dies wird von den bereits besagten Irren, von diesen krankhaften Psychopathen, bestimmt.

Und natürlich können sie das tun. Sie werden nicht ihre Kinder in diesem Krieg verheizen müssen, sie werden in sicheren Gegenden sitzen und ihren teuren Wein trinken, während andere Menschen für sie und ihre alptraumhaften Vorstellungen sterben müssen. So war es schon immer im Krieg und so lange es Krieg geben wird, wird sich an dieser Situation nichts ändern.

Doch es gibt eine Möglichkeit: Die Menschen müssen sich vehement gegen den Krieg aussprechen und stellen. Und genau das will ich tun. Es kann nicht im Interesse der ‚einfachen‘ Menschen sein, sich in einem sinnlosen Konflikt, an dessen Ende es keinen Sieger geben kann, verballern zu lassen. Aber ich bin nicht so naiv, zu glauben, dass der weltweite Abbau von Militär zum Weltfrieden führen wird, nein, um dieses hohe Ziel zu erreichen, müssen die Menschen endlich umdenken.

Wir müssen begreifen, dass wir das Geld, das sinnloser Weise in Aufrüstung und die Entwicklung neuer Waffen gesteckt wird, an anderen Stellen viel dringender gebrauchen können. In der ‚Fachsprache‘ nennt man das Friedensdividende. Denn wenn es keinen Krieg und keine akute Bedrohung gibt, gegen die man sich rüsten müsste, könnte man viel mehr Geld in Bildung und Fürsorge stecken. Es mag sich pathetisch und sehr hoch gestochen anhören, aber man kann mit diesem freigewordenen Geld die Menschheit auf eine neue Stufe heben. Warum nicht einfach Bildung für alle Menschen? Wieso nicht einfach ein kostenloses, global organisiertes Gesundheitssystem? Die Erde könnte ein wahres Paradies, ein Hort der Humanität werden, doch stattdessen schießen wir uns gegenseitig ab wie dumme Schafe.

Deswegen denke ich immer häufiger, dass wir Menschen in zweierlei Weise an einem Abgrund stehen: Einerseits stagniert unsere soziale Entwicklung extrem. Wir haben seit über fünftausend Jahren Krieg geführt und es hat sich nichts geändert, außer die Effizienz der eingesetzten Waffen. Und andererseits haben wir mit der derzeitigen Situation die deutlich sichtbare Manifestation dieser Fehlentwicklung vor Augen.

Anders gesagt: Wir blicken bereits in den Abgrund und es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis wir den Halt verlieren und hinabstürzen.

Karl Marx schrieb, dass sich die Proletarier dieser Welt vereinen sollen, aber ich würde eher sagen, Menschen dieser Welt vereint euch und erkennt den wahren Feind. Es muss ein Kampf geführt werden. Aber dieser Kampf wird nicht zwischen Menschen stattfinden, die nicht einmal wissen, wieso sie eigentlich kämpfen. Es werden keine Menschen sein, die sich dank geschickter Medienpropaganda und Feindbild-Genese gegeneinander aufhetzen lassen. Es werden Menschen sein, die ihren einzigen Feind – den Irren, der Krieg führen will – erkannt haben und die ihn mit seinen eigenen, unmenschlichen Mitteln schlagen werden.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Am Abgrund?