Ein Pazifist beschäftigt sich mit Kriegsführung

Die Leute, die mich schon länger kennen und vielleicht auch meine Videos gesehen haben, werden wissen, dass ich mich selbst eher als einen Pazifisten bezeichnen würde. Sehr wohl ist mir aber bewusst, dass der Pazifismus genauso wie der Kommunismus eine Ideologie ist und manchmal muss man den Pfad einer Ideologie verlassen und sich dem Pragmatismus zuwenden. Vor allem wenn das Gegenüber, welches man mit diplomatischen Mitteln versucht, zu beruhigen, darauf nicht eingehen will und es stattdessen nach einer handfesten Auseinandersetzung sucht.

Im Zuge dieser Überlegung hielt ich es für spannend, mich mit Kriegsführung auseinanderzusetzen. Damit ist vor allem der theoretische Aspekt gemeint – strategische Überlegungen, taktisches Vorgehen, mentale und moralische Probleme und Möglichkeiten.

Ich muss dazu sagen, dass ich diesbezüglich kein unbeschriebenes Blatt bin. In meiner Jugend habe ich mich recht viel mit Schlachten der Geschichte beschäftigt und auch mit technischen Möglichkeiten und Mitteln des Militärs. Allerdings musste ich feststellen, dass mein Wissen völlig überholt war.

Es mag merkwürdig sein, doch auch als eher pazifistischer und friedliebender Mensch, der ich schon immer war, hat mich Militärtechnik irgendwie fasziniert. Es war wohl eine ähnliche Faszination, wie sie Kinder beim Anblick einer Dampflok empfinden mögen.

Ich weiß auch, dass sich beispielsweise viele Manager mit Kriegsführung auseinandersetzen. Es gibt wahnsinnig viele Seminare, in denen Geschäftsmänner Sunzis „Kunst des Krieges“ lesen und die dort vorgebrachten Vorgehensweisen auf ihr alltägliches und geschäftliches Leben übertragen. Im Falle des alten chinesischen Meisters mag dies funktionieren, da seine Handlungsanweisungen recht allgemein gehalten sind und sie sich deswegen leicht auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen lassen. Bei modernen und vor allem spezifischen Werken funktioniert das nur noch sehr bedingt.

Aber darum ging es mir auch nicht primär. Ich wollte wissen, wie man heutzutage Kriege führt.

Also recherchierte ich ein wenig im Internet und stieß recht schnell auf William S. Lind. Der Mann ist heute 70 Jahre alt und hat Geschichte studiert. Außerdem gilt er als eine recht umstrittene und vor allem konservative Persönlichkeit. Aber er gilt vor allem auch als ein sehr guter Militärtheoretiker und Mitbegründer des sogenannten Fourth Generation Warfare, also der Kriegsführung der vierten Generation.

Besagter Lind hat auch ein kleines Buch herausgebracht namens 4th Generation Warfare Handbook. Leider gibt es das nur in der englischen Sprache und es ist manchmal etwas anstrengend, die ganzen Abkürzungen, die er aus dem Militärjargon verwendet, herauszufinden. Gemeint sind Kürzel wie etwa KIA, was killed in action, also getötet im Gefecht bedeutet.

Hat man sich aber einmal an diesen Jargon gewöhnt, liest sich das Buch erstaunlich flüssig und selbst für einen Menschen, der kein Militärtheoretiker ist, sind die darin enthaltenen Ausführungen sehr verständlich, weil er neben seinen theoretischen Ausführungen auch immer fiktive, aber dennoch praktische Anwendungen hinzufügt, beispielsweise als er Operation Goliath der Operation David gegenüberstellt.

Vielleicht kurz zur Erklärung: Beide Operationen sind fiktive Missionen im Inshallahland, einem fiktiven, islamisch geprägten Staat, in den die USA einmarschieren. Goliath beschreibt das übliche, uns sehr vertraute Vorgehen, bei dem die US-Army mit schweren Geräten in eine Stadt einmarschiert, Türen eintritt, Leute verhört und bedroht und sich letztlich mit der geballten Feindseligkeit der Bevölkerung konfrontiert sieht. David hingegen beschreibt ein subtileres Vorgehen, bei dem die Soldaten eben nicht als übermächtige Goliaths auftreten – daher die beiden Namen der Operationen nach der biblischen Geschichte. Stattdessen versuchen sich die US-Soldaten zu integrieren, in Kontakt mit der Bevölkerung zu treten, in dem sie etwa in örtlichen Läden einkaufen gehen oder in Hotels oder Pensionen übernachten, statt sich eine riesige Basis aufzubauen.

Das mag sich jetzt sehr banal anhören, aber Lind führt aus, welch gravierenden Unterschied es bei diesen beiden Vorgehensweisen gibt. Im Falle von Goliath ziehen die Soldaten sehr schnell den Hass der Einheimischen auf sich, weil sie sich eben als übermächtige und alles zerstörende Entität darstellen. So machen sie es dem Feind – in diesem Falle etwa Terroristen, die sich gegen die Besatzung wehren wollen – sehr leicht ein Feindbild zu kreieren. Im Falle von David hingegen lernen die Einheimischen die Soldaten als normale Menschen kennen. Sie sehen sie nicht nur als Männer und Frauen in Uniformen, was es ihnen wesentlich schwerer macht, sie zu hassen und später auch zu bekämpfen.

Es ist eine der wichtigsten und zentralsten Vorbereitungen für einen Krieg, den Gegner zu entmenschlichen. Schaut man sich etwa die Propaganda vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg an, in dem der jeweilige Feind immer als etwas Böses und Unmenschliches dargestellt wird, versteht man auch, wieso es den jeweiligen Soldaten so vergleichsweise leicht fiel, sein Gegenüber zu erschießen.

In unserer heutigen Zeit, in der wir Kriege führen können wie Videospiele an irgendwelchen Joysticks, braucht es so gut wie keine Propaganda mehr. Ein Drohnenpilot sieht seinen Gegner nicht direkt, höchstens als Darstellung auf einem Bildschirm und er muss auch keine Waffe halten oder einen Abzug drücken. Er muss lediglich einen roten Knopf an einem Joystick betätigen und feuert dann eine Rakete oder Maschinengewehrsalve ab.

Diese Entwicklung hat Vor- aber eben auch Nachteile. Ein Vorteil ist die Abkehr vom sogenannten Totalen Krieg. Gemeint ist hier nicht die berühmte Rede Goebbels, es geht viel mehr um ein militärtheoretisches Konzept, das einen Krieg als ein allumfassendes Phänomen beschreibt.

Üblicherweise waren Kriege immer Konflikte zwischen bewaffneten Männern. Doch spätestens im Zweiten Weltkrieg richtete sich der Krieg auch gegen die Zivilbevölkerung. Genau dieses Übergreifen von militärischem Personal auf Zivilisten beschreibt der Totale Krieg.

Mit modernen Kriegsmitteln wie etwa den Drohnen ist es heute möglich, sehr gezielte Angriffe vorzunehmen, wodurch Menschenleben geschont werden können. Glücklicherweise hat dieses Umdenken auch spätestens nach dem Vietnamkrieg eingesetzt.

Der größte Nachteil ist aber gleichzeitig auch die Entmenschlichung des Krieges. Denn wie oben beschrieben wird der bewaffnete Konflikt heute zu einem Videospiel.

Es ist ein bewiesenes Phänomen der Psychologie, dass es Menschen deutlich schwerer fällt, ein anderes Lebewesen eigenhändig zu töten, als irgendeinen Knopf zu drücken. Dabei geht es nicht mal darum, dass es weniger anstrengend wäre, jemanden zu erschießen, als ihn zu erwürgen. Der Punkt ist, wenn man jemanden erwürgt, sieht man seinem Gegenüber in der Regel ins Gesicht und man sieht den Ausdruck der blanken Angst. Manche Leute sagen auch, man sieht das Weiße im Auge des Feindes.

Wir kennen dieses Phänomen aus dem Reich der Tiere. Entgegen der weitverbreiteten Meinung töten Tiere sich nicht immer. Wenn sie Fleischfresser sind, töten sie andere Tiere, aber eben auch nicht aus Spaß. Es ist eine Notwendigkeit. Bei Revierkämpfen beispielsweise sterben Tiere selten, weil alle Tierarten die Aufgabe das Gegners akzeptieren. Viele Tiere präsentieren dann etwa ihren ungeschützten Bauch und für den Kontrahenten ist dies das Zeichen der Kapitulation.

Stellt man sich die Situation eines Drohnenpiloten vor, der seine Gegner maximal als kleine, ameisenartige Punkte auf einer Karte sieht, ist es nur zu leicht verständlich, wieso es einem solchen Piloten leicht fallen muss, den potenziell tödlichen Knopf zu betätigen.

Doch was bedeutet eigentlich nun diese Kriegsführung der vierten Generation?

Lind führt in seinem Buch aus, dass sich der moderne Krieg spätestens seit dem Vietnamkrieg verändert habe. Vorher haben Staaten gegeneinander Krieg geführt, aber schaut man sich heutige Schlachtfelder an, muss man feststellen, dass heute Staaten gegen nicht-staatliche Organisationen kämpfen wie etwa Terroristen. Um diesen verändertem Umstand Rechnung zu tragen, muss die Kriegsführung angepasst werden.

Zynisch gesagt: Der Krieg wird gewissermaßen weniger destruktiv. Denn statt mit einer gewaltigen Armee irgendwo einzumarschieren und alles einzuäschern, soll man sich nun auf kleine, konzentrierte Operationen verlassen.

Wie oben bereits ausgeführt hat diese Vorgehensweise das Ziel, die einheimische Bevölkerung nicht zu verärgern. Denn das grundsätzliche Problem im Kampf gegen Guerilla-Organisationen besteht darin, den eigentlichen Feind erst einmal zu erkennen.

Als Staaten gegen Staaten Krieg geführt haben, konnte man die Soldaten gut an ihren Uniformen erkennen. Im modernen Krieg kann jeder unscheinbare Zivilist einen Bombengürtel tragen und damit zu einer Gefahr werden.

Lind hat sehr gut erkannt, dass es vor allem der Hass der Zivilbevölkerung ist, der durch eventuell entstehende Schäden einmarschierender Truppen entsteht, der wiederum normale Zivilisten soweit radikalisieren kann, dass sie zu Selbstmordattentätern werden oder sich eben der jeweiligen Guerilla-Organisation anschließen.

Und genau dies mag der Grund sein, wieso es durchaus Sinn macht, sich als Pazifist mit dem Krieg zu beschäftigen. Denn was man vermeiden möchte, das muss man auch kennen und man kann etwas nur kennenlernen, wenn man sich damit beschäftigt.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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Ein Pazifist beschäftigt sich mit Kriegsführung

Die Bilanz der Flüchtlingspolitik

Ich habe mich bislang immer darum bemüht, wenigstens halbwegs sachlich zu bleiben. Sicher bemerkte man hier und da einen gewissen Sarkasmus, vielleicht sogar eine Portion Zynismus, doch was sich in den letzten Tagen abgespielt hat, kann nicht einmal mit dem schärfsten Zynismus, mit der doppelbödigsten Ironie oder dem abstoßendsten Sarkasmus wiedergegeben werden.

Die Medien mögen es uns nicht sagen wollen, weil sie Angst vor dem haben, was die Menschen tun würden, wenn sie die Wahrheit erführen. Aber es ist mittlerweile mehr als offensichtlich und die Bürger sind längst nicht mehr so dumm und unmündig, wie die meisten Medienvertreter vielleicht glauben mögen.

Deutschland befindet sich längst in einem Krieg.

Und unser Feind ist bereits mitten unter uns.

Das ist keinesfalls Panikmache oder das Erzeugen von Angst. Die letzten Tage haben mehr als deutlich gezeigt, dass es innerhalb dieses Landes eine scheinbar zunehmende Zahl sich radikalisierender Menschen gibt.

Wir bekommen immer wieder zu hören, dass es nicht an den Flüchtlingen läge, dass dies alles nichts mit dem Islam zu tun habe. Nur das Problem ist, dass man der Kausalität nicht mit plumper Ideologie und Naivität beikommen kann. Die Kausalität lehrt uns, dass jede Wirkung eine Ursache hat. Und es ist mehr als auffällig, dass es erst seit dem Flüchtlingdesaster islamischen Terror in Deutschland gibt. Mir ist es dabei, ehrlich gesagt, vollkommen egal, ob die Täter nun Flüchtlinge sind oder andere Leute. Was all diesen Menschen gemein ist, ist ihr religiöser Hintergrund. Von mir aus können mir Millionen Moslems sagen, dass es in ihrer Religion keinen Krieg und keine Gewalt gibt. Mir reicht ein einziger Moslem aus, um zu sagen, dass ich mit dieser Religion, wenn sie auch nur den Hauch eines Ansatzes von Gewalt bietet, nichts zu tun haben will! Mit der gleichen Argumentation wende ich mich auch gegen das Christentum. Jede Religion, die den Frieden in irgendeiner Weise stört, fällt, meiner Ansicht nach, aus dem Schutz der Religionsfreiheit heraus. Denn wieso sollte man etwas bereitwillig schützen, dass andere Menschen vernichten will? Wieso will man Religionen schützen, die alle anderen Nicht-Gläubigen als Ungläubige oder als wertlose Menschen bezeichnen?

In aller letzter Konsequenz, und deswegen auch die Überschrift, sind dies aber alles Probleme, mit denen wir uns nicht zu beschäftigen bräuchten, wenn diese nutzlose Regierung einmal einen vernünftigen Schritt getan hätte. Doch stattdessen öffnet eine einzige Kanzlerin, einer absolutistischen Königin gleich, die Grenzen und begründet diese Missachtung geltender Gesetze mit einer humanitären Notlage. Aber das Abschlachten unschuldiger Zivilisten durch Drohnen, die von Deutschland aus gesteuert werden, stellt also keine humanitäre Notlage dar? Oder der Umstand, dass Kinder unsere Kleidung irgendwo in Südostasien herstellen müssen unter menschenunwürdigen Bedingungen, stellt auch keine humanitäre Notlage dar? Oder das ein irrer Diktator in Nordkorea seine eigene Bevölkerung unterdrückt, sie verhungern lässt, nur um seine Kriegspläne durchsetzen zu können, ist auch keiner Beachtung wert?

Ich kann nur sagen, dass es etwas spät ist, um auf humanitäre Katastrophen zu reagieren.

Statt eine klare Linie zu zeichnen, wie es ein hochrangiger Politiker tun sollte, speist man die Menschen einfach mit einem „Wir schaffen das!“ ab. Eine noch hohlere Phrase, die glatt einem billigen Glückskekse hätte entsprungen sein können, konnten sich die Marionettenspieler wohl nicht einfallen lassen, oder?

Dazu kommt eine ganze Generation von ideologisierten und vollkommen naiven, meist eher jugendlichen, Menschen hinzu, die diesen vollkommen schwachsinnigen und unvernünftigen Kurs noch unterstützen. Das sind jene Menschen, die ein iPhone besitzen und dabei glatt vergessen, dass dieses Gerät unter ebenso unwürdigen Bedingungen gefertigt wird und diese Notlage ist diesen Menschen, die sich ja so für die Flüchtlinge einsetzen, keiner Erwähnung würdig.

Die abstoßende und überaus zynische Logik dahinter ist, dass man die Kinder, die die iPhones bauen, ja nicht ständig sehen muss. Denn die werden in marode Fabriken gesteckt und von einer repressiven Regierung unter Kontrolle gehalten. Die Flüchtlinge aber haben sich bereits auf den Weg gemacht und stehen an den Grenzen, die können wir nicht abweisen, denn wir könnten mit den schrecklichen Bildern ja nicht leben. Aber tote Mädchen unter den Trümmern einer Fabrik in Bangladesch, in der Kleidung produziert wird für einen billigen Discounter in Deutschland, können wir ertragen, kommt ja nicht so oft vor, was?

Was ist also die Bilanz der bisherigen Flüchtlingspolitik?

Chaos, mehrere Tote und Verletzte, die verzweifelten Versuche einer scheinbar fremdbestimmten Presse das Volk irgendwie unter Kontrolle zu halten, eine steigende Wut, ein zunehmender Hass und zumindest eine erhöhte Skepsis gegenüber Ausländern und vor allem eine Zunahme des Zynismus, der angewandten Euphemismen, um ja nicht den Anschein dessen zu erwecken, was gerade wirklich um uns herum geschieht, eine lächerliche Beschwichtigungstaktik, die die Menschen allmählich durchschauen oder wie die ideologisierten Linken sagen würden: Ein buntes Deutschland.

Die Bilanz der Flüchtlingspolitik

Am Abgrund?

Eine Sache möchte ich diesem Text voranstellen: Ja, in erster Linie bin ich Schriftsteller und das heißt, dass ich sehr gerne Szenarien und Welten entwerfe, dass ich sehr gern die Realität verlasse oder zumindest überdehne. Deswegen mag man mir vielleicht manchmal vorwerfen können, dass meine Fantasie etwas übertrieben ist, dass ich mir vielleicht zu viele Gedanken mache, aber seit einiger Zeit beschäftigt mich ein Thema: Krieg.

Ich glaube, seit der Kuba-Krise war die Welt nicht mehr so nah an einer globalen Katastrophe in Form eines Dritten Weltkrieges wie heute. Ständig liest man, dass es wieder neue NATO-Manöver an der russischen Grenze gibt. Man liest, dass irgendwelche amerikanischen Kriegsschiffe so nah an russische Kriegsschiffe heranfahren, dass die Gefahr einer Kollision besteht.

Ich will keine Panik verbreiten, keinesfalls! Möglicherweise irre ich mich auch und all diese Dinge sind Spielereien oder übertriebene Machtdemonstrationen.

Aber zugleich mehren sich auch die Berichte von militärischen Konvois, die natürlich auch durch Deutschland fahren. Sie transportieren schweres Gerät, Panzer, Artillerie und andere Fahrzeuge, die man für eine konventionelle Bodeninvasion gebrauchen kann. Und man muss sich fragen, wieso all dies geschieht?

Meine Antwort ist einfach und extrem provokant: Die Welt wird von Psychopathen regiert, die keine Vorstellung davon haben, wie viel Leid und wie viel Schmerz sie durch ihr eigenes, fehlerhaftes Handeln produzieren.

Ich habe nie selbst einen Krieg miterleben müssen – glücklicherweise muss man sagen – und doch habe ich mich lange genug mit diesem Phänomen beschäftigt, um wissen zu können, dass es kein traumatischeres, kein erschütternderes Erlebnis geben kann für eine menschliche Existenz als einen Krieg. Und wir reden hier ganz sicher nicht von einer kleineren, lokalen Konfliktsituationen.

Immer mehr verdichten sich die Gerüchte, dass es einen Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Russland geben soll. Seit jeher hegen die Amerikaner einen krankhaften Hass gegen die Russen. Lange Zeit wurde dies durch die diametrale Ideologie begründet, man tat so, als würde man die Russen nur hassen, weil sie Kommunisten seien, aber mittlerweile sind die modernen Russen nicht mehr die Kommunisten, die sich an Stalin und Lenin orientieren. Russland ist mittlerweile eine kapitalistische Macht geworden. Genau das lässt für mich nur einen Schluss zu: Die Menschen, die wirklich einen Krieg gegen Russland führen wollen, müssen psychisch krank sein.

Dabei hat die Geschichte gezeigt, dass es bislang keiner einzigen Macht gelungen ist, den russischen Bären zu bezwingen. Hitler kann davon ein Lied singen, Napoleon weiß genau zu berichten, dass seine Truppen den Russen ebenso wenig besiegen konnten.

Doch besonders verheerend ist all dies, weil Europa zum Schlachtfeld gemacht wird. Erneut muss man sagen. Denn schon der Erste und der Zweite Weltkrieg fanden zu einem großen Teil auf dem europäischen Kontinent statt. Ganz zurecht muss man sich die Frage stellen, ob Einstein mit seiner Vermutung richtig liegt, dass der Dritte Weltkrieg sicher noch mit modernen Waffen geführt werden wird, aber bei einem Vierten Weltkrieg werden die Menschen wieder mit Stöcken gegeneinander kämpfen.

Man muss kein Genie sein, um zu wissen, dass es einen nuklearen Krieg geben wird, denn warum sonst horten die Amerikaner und die Russen denn so viele Atomwaffen? Solch ein teueres Arsenal, das zumindest seitens der Amerikaner sogar noch modernisiert werden soll, hält man sich nicht zum Spaß. Im Grunde warten diese Irren – anders kann ich Menschen nicht bezeichnen, die wirklich glauben, man könnte einen Krieg mit nuklearen Mitteln führen – doch nur auf einen möglichen Einsatz ihrer kleinen Spielzeuge.

Doch ich möchte hier nicht als ein egoistischer Feigling verstanden werden. Mir geht es nicht darum, mein eigenes Leben retten zu wollen, sondern mir geht es um den Fortbestand der Menschheit. Ein nuklearer Krieg würde einen gewaltigen Einschnitt verursachen. Es wäre eine Katastrophe, von der sich die Menschheit nicht so schnell erholen würde und die Erholung vom Zweiten Weltkrieg hat schon lange genug gedauert.

Doch die Frage ist doch, was kann man tun?

Die Antwort ist schwer und in vielen Bereich unbefriedigend.

Man sagt uns zwar, dass wir in einer Demokratie leben, aber wie viel Einfluss haben wir denn wirklich auf Entscheidungen unserer Regierung? Hat die Menschen jemand gefragt, ob man amerikanische Atomwaffen auf deutschem Boden stationieren darf? Hat man das Volk gefragt, ob das deutsche Militär an irgendwelchen gefährlichen und hoch provokanten NATO-Übungen teilnehmen soll? Nein. All dies wird von den bereits besagten Irren, von diesen krankhaften Psychopathen, bestimmt.

Und natürlich können sie das tun. Sie werden nicht ihre Kinder in diesem Krieg verheizen müssen, sie werden in sicheren Gegenden sitzen und ihren teuren Wein trinken, während andere Menschen für sie und ihre alptraumhaften Vorstellungen sterben müssen. So war es schon immer im Krieg und so lange es Krieg geben wird, wird sich an dieser Situation nichts ändern.

Doch es gibt eine Möglichkeit: Die Menschen müssen sich vehement gegen den Krieg aussprechen und stellen. Und genau das will ich tun. Es kann nicht im Interesse der ‚einfachen‘ Menschen sein, sich in einem sinnlosen Konflikt, an dessen Ende es keinen Sieger geben kann, verballern zu lassen. Aber ich bin nicht so naiv, zu glauben, dass der weltweite Abbau von Militär zum Weltfrieden führen wird, nein, um dieses hohe Ziel zu erreichen, müssen die Menschen endlich umdenken.

Wir müssen begreifen, dass wir das Geld, das sinnloser Weise in Aufrüstung und die Entwicklung neuer Waffen gesteckt wird, an anderen Stellen viel dringender gebrauchen können. In der ‚Fachsprache‘ nennt man das Friedensdividende. Denn wenn es keinen Krieg und keine akute Bedrohung gibt, gegen die man sich rüsten müsste, könnte man viel mehr Geld in Bildung und Fürsorge stecken. Es mag sich pathetisch und sehr hoch gestochen anhören, aber man kann mit diesem freigewordenen Geld die Menschheit auf eine neue Stufe heben. Warum nicht einfach Bildung für alle Menschen? Wieso nicht einfach ein kostenloses, global organisiertes Gesundheitssystem? Die Erde könnte ein wahres Paradies, ein Hort der Humanität werden, doch stattdessen schießen wir uns gegenseitig ab wie dumme Schafe.

Deswegen denke ich immer häufiger, dass wir Menschen in zweierlei Weise an einem Abgrund stehen: Einerseits stagniert unsere soziale Entwicklung extrem. Wir haben seit über fünftausend Jahren Krieg geführt und es hat sich nichts geändert, außer die Effizienz der eingesetzten Waffen. Und andererseits haben wir mit der derzeitigen Situation die deutlich sichtbare Manifestation dieser Fehlentwicklung vor Augen.

Anders gesagt: Wir blicken bereits in den Abgrund und es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis wir den Halt verlieren und hinabstürzen.

Karl Marx schrieb, dass sich die Proletarier dieser Welt vereinen sollen, aber ich würde eher sagen, Menschen dieser Welt vereint euch und erkennt den wahren Feind. Es muss ein Kampf geführt werden. Aber dieser Kampf wird nicht zwischen Menschen stattfinden, die nicht einmal wissen, wieso sie eigentlich kämpfen. Es werden keine Menschen sein, die sich dank geschickter Medienpropaganda und Feindbild-Genese gegeneinander aufhetzen lassen. Es werden Menschen sein, die ihren einzigen Feind – den Irren, der Krieg führen will – erkannt haben und die ihn mit seinen eigenen, unmenschlichen Mitteln schlagen werden.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Am Abgrund?

Subtile Propaganda – Oder: Wie bereite ich einen Krieg vor?

Vielleicht ist das Buch ‚Propaganda‘ von Edward Bernays einigen Menschen ein Begriff. Bernays beschreibt in diesem Buch sehr genau und vor allem absolut wertfrei, wie Propaganda funktioniert und was sie leistet. Er geht sogar soweit, zu behaupten, dass Propaganda in einer Massengesellschaft und erst recht in einer Demokratie nötig seien. Dabei versteht er unter dem relativ negativ behafteten Wort ‚Propaganda‘ in der Regel ganz einfache Lobby-Arbeit.

Nun muss man wissen, dass Bernays‘ Buch schon etwas älter ist, aber die Tatsache, dass wir ständig von irgendwelchen Lobbys bearbeitet werden, hat sich keinesfalls verändert. Was sich aber meiner Ansicht nach wirklich stark verändert hat, ist die Art, wie heutzutage diese Propaganda betrieben wird.

Für mich gibt es gerade in der Geschichte ein äußerst spannendes Phänomen. Wenn man einem heutigen Menschen einen Propaganda-Film von vor fünfzig Jahren zeigt, dann erkennt dieser Mensch meistens sofort, dass es in dem Film um Propaganda geht. Zeigt man demselben Menschen aber einen heutigen Film, der eigentlich auch nur eine Form von Lobby-Arbeit ist, dann erkennt er dort die Propaganda nicht.

Es scheint zwei Gründe für dieses Phänomen zu geben: Einerseits sind viele Menschen naiv und können sich gar nicht vorstellen, dass sie von irgendwelchen Interessengruppen in einer bestimmten Art und Weise beeinflusst werden könnten. Andererseits liegt es aber auch daran, dass Propaganda heutzutage sehr viel verborgener funktioniert.

Nehmen wir nur mal die üblichen Fernsehsendungen wie ‚Germany’s Next Top Model‘ oder ‚Deutschland sucht den Superstar‘. Können Sie sich vorstellen, dass diese Sendungen eine Form von Propaganda darstellen? Ja, das tun sie. Ersteres Beispiel hat eine ebenso eindeutige Botschaft wie das zweite Beispiel: Erfolg muss man haben! In beiden Sendungen existiert nur ein Ziel: Man soll gewinnen und dahinter steckt eine klare Botschaft, die von der Gesellschaft immer wieder getragen wird: Nur derjenige, der einen Erfolg vorweisen kann, wird auch anerkannt.

Möglicherweise ist es genau diese Botschaft, die allzu oft von der Werbung getragen wird, die letztlich dazu führt, dass viele Menschen meinen, sie würden die heutige Welt nicht mehr verstehen können. Im Grunde ist es logisch. Wenn ich einem Menschen immer wieder zu verstehen gebe, dass er keinen rechten Wert besitzt und dass er nichts kann, dann wird er sich natürlich das Erkennen von Propaganda etwa gar nicht erst zutrauen. Stattdessen wird er sich einer Autorität anvertrauen, die ihm dann erklären kann, was er zu wissen hat. Ein höchstgefährlicher Mechanismus, kommt und kam er doch immer wieder in totalitären Systemen zum Einsatz.

Natürlich liegt diese Devise nicht allein in den genannten Sendungen begründet, vielmehr ist die Gier nach noch mehr Erfolg eine Grundsäule unserer Gesellschaft, dies ändert aber nichts daran, dass sich Fernsehsendungen daran beteiligen, diese schreckliche Grundsäule auch noch zu verfestigen. Denn ein äußerst wichtiger Faktor der guten Propaganda ist, dass die Botschaft verinnerlicht werden muss. Und die effektivste Form von Verinnerlichung ist die ständige, gebetsmühlenartige Wiederholung einer bestimmten Botschaft.

Hierfür könnte man eine ganze Riege von Werbekampagnen aufzeigen. Allein die Menschen, die uns auf irgendwelchen Modeplakaten entgegenkommen, schreien ja förmlich die Botschaft heraus: Wer sexy sein will, muss genauso aussehen wie wir.

Diese Beispiel mögen uns vielleicht nicht allzu bewusst sein, aber genau das macht eine erfolgreiche Propaganda eben auch aus, wenn man nämlich nicht merkt, dass hier gerade eine bestimmte Gruppe Einfluss auf den Menschen nimmt. Sobald man nämlich merkt, dass hier eine Propaganda stattfindet, wird man vorsichtiger und man beginnt sich zu fragen, welchem Zwecke diese Lobby-Arbeit wohl dienen mag.

Lobby-Arbeit per se muss nicht verwerflich sein. Wer würde denn nicht die Arbeit einer Krebsstiftung oder die Arbeit eines Kindeshospizes unterstützen wollen? Absurd ist lediglich, dass meistens diejenigen Gruppen besonders viel Propaganda machen können, die eigentlich keinen sinnvollen Beitrag zu leisten haben. Überlegen Sie mal, wie viel Werbung sehen Sie denn von Produkten, die nicht unbedingt lebenswichtig sind und dann vergleichen Sie diese mal mit der Anzahl an Werbearbeiten aus einem lebenswichtigen Bereich. Überall schreien Ihnen irgendwelche Mobilfunkanbieter die neuesten Tarife entgegen, Sie sehen überall die neuesten Modetrends, Sie sehen den neuesten Fast Food-Müll der großen Anbieter, aber wann sehen Sie denn mal eine Hilfe-Hotline für depressive Menschen? Oder wann sehen Sie mal die Nummer einer Seelsorge?

In den USA hat man einen wunderbaren Versuch gemacht, der nur zu deutlich aufzeigt, wozu die falsche Propaganda führen kann. Man hat Kinder nach dem Text der amerikanischen Hymne gefragt. Nun muss man wissen, dass die Kinder die Hymne sowieso nahezu jeden Morgen vor Unterrichtsbeginn singen, also eigentlich müssten ja alle Kinder den Text beherrschen. Doch dem war nicht so! Stattdessen aber konnten die Kinder jeden Werbetext herunterbeten, der gerade in ihrer Umgebung im Umlauf war.

Sie können diesen Versuch an sich selbst ausprobieren. Überlegen Sie mal, wie viele Werbeslogans bekämen Sie zusammen? Wie viele Markensymbole würden Sie erkennen, für Smartphones gibt es diesbezüglich wunderbare Spiele, in denen Sie nur die Symbole erkennen müssen. Und dann fragen Sie sich, ob Sie den Text der deutschen Nationalhymne können oder ob Sie irgendeinen anderen hochwertigen Text zitieren können? Die bereits aus der Schule entwachsene Generation kann vielleicht noch mit Müh‘ und Not irgendwelche auswendig gelernten Gedichte vortragen. Aber Sie müssen einen Text nicht mal wortwörtlich zitieren, es würde schon reichen, wenn Sie den Kerngedanken eines sachlichen Textes wiedergeben könnten.

Das ist die Schattenseite der Propaganda. Das passiert, wenn man den Menschen immer nur irgendwelche blödsinnigen Werbeslogans um die Ohren haut. Das Endergebnis ist die absolute Verdummung der Menschen.

Heutige Propaganda respektive Werbung transportiert in der Regel die große Botschaft, dass man Produkt X oder Y braucht, weil man ansonsten ein Niemand ist. Nahezu jede Sendung im Fernsehen zeigt uns, nur wer Erfolg hat, wird auch beachtet, oder warum glauben Sie, gibt es Sendungen, deren einziger Inhalt darin besteht, die neuesten Gerüchte der sogenannten Prominenten aufzutischen? Die Botschaft ist klar: Diese Menschen haben es geschafft und deswegen sind sie es wert, dass man über sie spricht.

Und das wirklich große Problem dahinter ist, dass Propaganda heute so subtil und verborgen agiert, dass viele Menschen sie nicht mehr bemerken, zumindest nicht bewusst. Doch in ihrem Unterbewusstsein sind die Botschaften längst angekommen.

Wie viele Teenager strömen denn jedes Jahr aufs Neue zu DSDS? Wie viele junge Mädchen träumen davon, selbst einmal Model zu werden? Die Zahl der Mensch, die einfach um jeden Preis ins Fernsehen wollen – Menschen, die sich dann später It-Girls oder It-Boys nennen -, steigt und steigt und steigt.

Es stimmt, wenn Bernays sagt, dass Propaganda in einer Massengesellschaft notwendig ist. Denn eine Masse von Menschen muss auch noch zu kontrollieren sein und mit der Propaganda ist dieses Ziel gegeben. Auch wenn man uns ständig sagt, dass wir alle individuell sind, so ist es in einer Massengesellschaft eben nicht problemlos möglich, individuell zu sein – bis zu einem bestimmten Punkt kann man gehen, aber man muss sich dennoch anpassen.

Doch die abstoßendste Form der Propaganda möchte ich mir für den Schluss aufheben: Kriegspropaganda.

Wenn Sie sich mal als Staatsmann oder Staatsfrau versuchen wollen, dann gibt es einige grundlegende Dinge zu beachten, wenn Sie Ihr Volk in einen Krieg führen wollen.

Erstens, Sie müssen die Menschen zu einer großen, einheitlichen Masse formen, denn mit Individuen können Sie keinen Krieg führen. Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied und das schwächste Glied ist der Teil der Kette, der individuell sein möchte, also müssen Sie jede Form von Individualität abtöten. Am besten schon im Kindesalter! Wie tun Sie das? Uniformierung und militärisch anmutender Drill, verweisen Sie immer wieder auf Mängel und geben sie nicht allzu oft Lob aus, denn Lob und die Bestärkung persönlicher Talente und Interessen verstärkt nur die Individualität.

Zweitens, erschaffen Sie ein potentes und bedrohliches Feindbild und hierbei wird die Propaganda von größtem Nutzen sein. Entmenschlichen Sie den Feind, machen Sie den Feind zum absoluten Bösen, nennen Sie Ihren Feind Hitler oder Stalin, werfen Sie Ihrem Feind vor, dass er Kinder ermordet. Wichtig ist, die Menschen müssen auf einer emotionalen Ebene gepackt werden. In der Rhetorik nennt man das Argumentum ad populum oder einfacher gesagt Populismus. Mit sachlichen Argumenten können Sie nur Individuen ansprechen, im besten Fall haben Sie aber eine Masse von Menschen vor sich und die lässt sich nur noch auf den niedersten, affektiven Triebebenen berühren.

Doch Achtung! Die Ihnen unterstellten Menschen dürfen sich ihrer Situation nicht bewusst werden, lassen Sie die Menschen also immer in dem Glauben, dass sie auf der guten Seite stehen und vor allem sagen Sie Ihrem Volk so oft wie möglich, dass es frei ist. Sichtbare Versklavung könnte nur Widerstände hervorrufen.

Ich danke für die Aufmerksamkeit und bleiben Sie stets aufmerksam!

Subtile Propaganda – Oder: Wie bereite ich einen Krieg vor?